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Konzert-Highlights 2012 (chronologisch nach unten):
Sa 4.2.12, 15.30 Uhr, St. Markus München, "Das Ewige im Jetzt", Orgelmusik zu: "Autos: eine unmoralische Leidenschaft? Zum ´Autonova fam´ 1965 und anderen Statements", anschl. (16.00 Uhr) Kunstgespräch in der Pinakothek der Moderne mit Martina Rogler und Uta Piereth, Eintritt dort 7 Euro Aus der Ankündigung: Was vermögen Vernunft, Moral und Schlichtheit gegenüber Schönheit, Eros und Elan? Wohin führt ein Dialog zwischen "Kiste" auf 4 Rädern und den Objekten der Leidenschaft Porsche oder dem "göttlichen" Citroen DS? Kann Leidenschaft überhaupt moralisch sein oder übersteigt sie immer die Grenze zu Traum und Unvernunft? Die Brücke zur Musik wird mit Roland Barthes´ Analogisierung des Automobils mit der gotischen Kathedrale geschlagen. Der extrovertierten Leidenschaftlichkeit der Toccata aus Léon Boellmanns "Suite gothique" wird die introvertierte Kargheit von Arvo Pärts "Trivium" gegenübergestellt. Mit der Dekonstruktion dieser Opposition in einer an Philip Glass orientierten minimal-music-artigen Improvisation stellt sich die Frage, ob es humane Moral und Vernunft ohne ihre Relativierung durch "unmoralische" Leidenschaft überhaupt geben kann.
So 19.2.12, 17.00 Uhr, Evangeliumskirche München (Stanigplatz 11), Orgelkonzert zum Fasching Nach einem Jazzkonzert und einem Programm mit Übertragungen berühmter Orchesterwerke für Orgel ist Armin Becker zum dritten Mal in der Evangeliumskirche im Münchner Norden zu Gast. Wer seine grenzüberschreitenden Konzerte kennt, in denen oft Klassik, Jazz und Tango zu einer unterhaltsamen Mixtur verwoben werden, wird sich nicht wundern, dass der innovative Künstler am Faschingswochenende Besonderes bieten wird. Die Bandbreite reicht diesmal von populärer Klassik wie Tschaikowskys "Tanz der Zuckerfee" und Khatchaturians unverwüstlichem "Säbeltanz" über originale Jazzkompositionen wie Fats Wallers "Rusty Pail Blues" bis hin zum "Libertango" des legendären Bandoneon-Virtuosen Astor Piazzolla. Mit John Rutters "Toccata In Seven" und Dave Brubecks ironischem "Unsquare Dance" wird zum Jubiläum der 50 Jahre alten Evangeliumskirche auf die Zahl 7 Bezug genommen, die besondere Bedeutung für ihre architektonische Gestaltung hat und übrigens auch im Orgelprospekt sichtbar wird. Im "Blues Strigis" tanzen Eulen mit Teddybären durch das Dschungelbuch, und auch der schon erprobte "Bunnyhill Express" wird wieder durchs Hasenbergl sausen. Und mit "Calling All Workers" erklingt schließlich die Erkennungsmelodie einer BBC-Radiosendung der 40er bis 60er Jahre, die die Produktivität der zuhörenden Arbeiter steigern sollte: den größten Unsinn schreibt eben das Leben selbst... Ein Faschingskonzert der besonderen Art, garantiert ohne Narhalla-Marsch.
So 4.3.12, 17.00 Uhr, Evangelische Philippuskirche Markt Schwaben, Konzert an der neuen Eule-Orgel, Klassik, Jazz, Tango, Werke von Vivaldi, Piazzolla, Bovet, Ellington, Waller, Reinhardt u.a. Schon längst sind die Konzerte des Münchner Organisten Armin Becker kein Geheimtipp mehr. Seit vielen Jahren ist der international gefragte Künstler auch mit den Orgeln der Firma Eule vertraut, und so darf man gespannt sein, welche Klänge er der neuen Orgel der evangelischen Philippuskirche in Markt Schwaben entlocken wird, zumal er sich nicht nur souverän in allen Epochen des klassischen Repertoires bewegt, sondern seine innovativen Programme häufig, die vergessenen weltlichen Traditionen des Orgelspiels aufgreifend, mit Jazz und Tango bereichert. In Markt Schwaben wird Armin Becker ein abwechslungsreiches Programm präsentieren, das von seiner eigenen bemerkenswerten Übertragung von Antonio Vivaldis "Winter" und dem "Winter" aus dem Jahreszeiten-Zyklus des legendären Tango nuevo-Erfinders Astor Piazzolla über einige der sonderbaren "Tangos ecclesiasticos" des Schweizers Guy Bovet bis hin zu Jazzkompositionen von Duke Ellington, Fats Waller und Django Reinhardt und zu eigenen jazzinspirierten Kompositionen und Improvisationen reichen wird. Ein Programm, das mit großer Spielfreude Grenzen überschreitet - ein Muss für alle Orgelfans - und eine Empfehlung für alle, die es noch werden wollen.
So 1.4.12, 19.00 Uhr, Himmelfahrtskirche München-Sendling (Kidlerstr. 15), Orgelvesper, Werke von Richard Wagner, Jean-Baptiste Fauré, Michael Grill, Jacques Pichard Texte: Pfrn. Christine Sippekamp. Zwei zeitgenössische Werke, zwei romantische, zwei Franzosen und zwei Deutsche: das ist das Programm der Orgelvesper mit Musik zur Passionszeit. Den Anfang macht, für unsere heutigen Vorstellungen von Passionsmusik eher ungewohnt, ein festlicher Einzugsmarsch ("Les Rameaux" - "Palmsonntag") von Jean-Baptiste Fauré (1830-1914) in einer Transkription von W. J. Westbrook. Darauf folgt der 1. Satz ("Le dernier repas" - "Das letzte Abendmahl") aus dem "Livre d´orgue pour le temps de la passion" von Jacques Pichard (*1961), einem Zyklus von 7 Stücken zur Passionsgeschichte. Der Satz nimmt in durchaus dramatischer Weise Bezug auf die Frage des Judas: "Bin ich´s?" Daran schließt sich Michael Grills 2007 entstandene "Toccata über den II. Psalmton" an (erschienen bei Strube, Edition 3295). Kirchenmusikdirektor Michael Grill, Kantor der Erlöserkirche München-Schwabing, ist nicht nur einer der profiliertesten Kenner und Förderer der Neuen Musik in München, sondern auch selbst ein beeindruckender und kreativer Komponist. Wenn in München zeitgenössische Kirchenmusik erklingt, dann war häufig Michael Grill, auch wenn er selbst nicht in Erscheinung tritt, im Hintergrund als Initiator, Berater oder Lieferant von Noten und Manuskripten tätig, so auch im Falle der Komposition von Jacques Pichard. Eine besondere Ehre, dass Michael Grill am Sonntag anwesend sein wird. Den würdigen Abschluss bildet wiederum eine Transkription: Richard Wagners (1813-1883) "Charfreitags-Musik" aus dem III. Aufzug des "Parsifal". www.himmelfahrtskirche-musik.de / Eintritt frei
So 27.5.12, 10.00 Uhr, Himmelfahrtskirche München-Sendling, Pfingstgottesdienst mit Orgel und Saxophon (Arend Hastedt), Werke von Bach, Händel, Guilmant, Weiner ENGLAND: Fr 15.6.12, 19:00 Romsey Abbey (Hampshire), Organ Recital Di 19.6.12, 12.30 Uhr, Marlborough Road Methodist Church St. Albans, Lunchtime Recital Fr 22.6.12, 12.30 Uhr, St. George´s Beckenham (Greater London), Lunchtime Recital So 24.6.12, 19.30 Uhr, St. Lawrence Hungerford (Berkshire), Organ Recital Do 28.6.12, 19.30 Uhr, St. Frideswide´s Osney (Oxford), Organ Recital Sa 7.7.12, St. Markus München (Gabelsbergerstr. 6), Orgelnacht im Rahmen der Cantionale Do 2.8.12, 20.00 Uhr, St. Markus München (Gabelsbergerstr. 6), Sommerliches Orgelkonzert So 2.9.12, 19.00 Uhr, Himmelfahrtskirche München-Sendling (Kidlerstr. 15), Orgelvesper Sa 8.9.12, 20.00 Uhr, Emmauskirche München-Harlaching (Langobardenstr. 16), Orgelmeditation bei Kerzenlicht, Thema: Die Bergpredigt ("Sorget nicht") Mi 24.10.12, 15.00 Uhr, Ev. Kapelle im Klinikum München-Schwabing, Musikalischer Gottesdienst
Selection 2011 Sa 2.4.11, 15.30 Uhr, Markuskirche München (Gabelsbergerstr. 6), Orgelmusik zu Antonio Sauras "Kreuzigung", Werke von Tournemire und Helmschrott, Improvisation, anschl. Kunstgespräch in der Pinakothek der Moderne Fr 15.4.11l, 19:00, Theatinerkirche - "Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz" - mit P. Klaus Obermeier OP, Lesung. Werke von Joseph Haydn, Charles Tournemire, Ruth Zechlin sowie 7 kurze Improvisationen So 22.5.11, Augustinum München-Neufriedenheim (Stiftsbogen 74), "... wie einst Lili Marleen", Karen Lesser-Wintges (Sopran), Armin Becker (Klavier) vom Barock bis zur Gegenwart, Werke von Bach, Händel, Guilmant, Stockmeier, Weiner, Piazzolla, Arend Hastedt (Alt-Saxophon), Armin Becker (Orgel), mit Bewirtung Sa 4.6.11, 15.30 Uhr, Markuskirche München (Gabelsbergerstr. 6), Orgelmusik zur Ausstellung "Die neue Wirklichkeit - Fotografie der Moderne aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde", anschl. Kunstgespräch in der Pinakothek der Moderne CANADA: Samstag, 2. Juli 2011, 15.00 Uhr, Basilique de l´Oratoire Saint-Joseph du Mont-Royal (3800, Chemin Queen Mary, Montréal, Métro Côte-des-Neiges oder Snowdon) Werke von Bach, Ritter, Liszt, Guilmant, Alain, Desportes, Improvisation CANADA: Sonntag, 3. Juli 2011, 15.00 Uhr, Salon Musical Monique Gendron (271, Avenue McDougall, Montréal, Outremont) Classique - jazz - tango. Werke von Buxtehude, Händel, Lefébure-Wély, Albeníz, Piazzolla, Gershwin, Waller, Ellington, Reinhardt, Becker Do 25.8.11, 20.00 Uhr, Markuskirche München (Gabelsbergerstr. 6), Tango & more in der Reihe der "Sommerlichen Orgelkonzerte" So 18.9.11, 12.05 Uhr, Basilika Benediktbeuern, Orgelmusik, Werke von Bach, Händel, Mozart, Gárdonyi, Bräutigam, Becker Mo 26.9.11, Augustinum Ammersee (Dießen, Am Augustinerberg 1), "... wie einst Lili Marleen", Karen Lesser-Wintges (Sopran), Armin Becker (Klavier) So 9.10.11, 19.30 Uhr, St. Georgen Glauchau, Konzert an der Silbermann-Orgel Sa 15.10.11, 16.00 Uhr, Bergkloster Bestwig, "Der Morgen und der Abend" - Ein musikalischer Kalender für Orgel von Leopold Mozart und Johann Ernst Eberlin u.a., mit Bildprojektion Do 27.10.11, 20:00 Uhr, Dreieinigkeitskirche München-Bogenhausen, Abschlußkonzert zur artionale Fr 28.10.11, 20:00 Uhr, St. Matthäus, Finnissage der Matthäus-Artionale Fr 28.10.11, ab 18.15 Uhr, Himmelfahrtskirche München-Sendling (Kidlerstr. 15), 4. Sendlinger Orgelnacht
Selection 2010
- Django Reinhardt - Orgelkonzert zum 100. Geburtstag Mittwoch, 10. November, 20:00. Eintritt EUR 10 (erm. EUR 7). Karten an der Abendkasse Kompositionen des legendären Jazzgitarristen in mitreißenden Orgelversionen. Minor Swing, Stomping At Decca, Swing 42, Douce Ambiance, Rythme futur, Nuages, Troublant Boléro u.v.a. an der Steinmeyer-Orgel St. Lukas, Mariannenplatz
- Jazz-Orgelkonzert im Rahmen des Orgelherbstes Freitag, 22. Oktober 2010, 19.30. Eintritt 12 (ermäßigt 10 ) Duke Ellington, Fats Waller, Django Reinhardt, Armin Becker, Improvisationen über die Kirchenfenster Ev. Stadtkirche Gunzenhausen (Kirchenplatz 13) / www.evangelische-kirche-gunzenhausen.de
- Lange Benefiz-Orgelnacht Freitag, 24. September, 20 bis 23 Uhr. Eintritt frei - Spenden für die Renovierung der Orgel Klassik und Jazz auf der Steinmeyer-Orgel mit Armin Becker, Christian Gabriel, Helmut Scheller, Thomas Schumann, Sirka Schwartz-Uppendieck, Alexander Vichnevetsky Dreieinigkeitskirche Nürnberg-Gostenhof (Glockendonstr. 15, U-Bahn Bärenschanze) / www.jazz-in-dreieinigkeit.de
- Sommerliches Orgelkonzert "Jazz and more" Donnerstag, 26. August, 20:00. Eintritt frei Jazz-Standards von Django Reinhardt zu seinem 100. Geburtstag ("Minor Swing" u.a.), George Shearing ("Lullaby of Birdland"), Thelonious Monk ("´Round Midnight"), bekannte Film- und Fernsehmelodien ("The Shadow of your Smile", "Un homme et une femme", "Der Kommissar"), "Summer in the City", Frédéric Chopin zum 200. Geburtstag ("Polonaise in A-Dur") und anderes Markuskirche, Gabelsbergerstraße / www.st-markus-m.de
Sa 24.7.10, Stockwerk Gröbenzell (Industriestr. 29-31), Jazz und Tango mit Christiane von Kutzschenbach (voc) und Armin Becker (org) im Rahmen der Gröbenzeller Langen Nacht der Musik Mo 12.7.10, Oberschützen (Österreich/Burgenland), Jazz-Orgelkonzert
- Orgelmusik zu "Das Ewige im Jetzt" - Picassos "Femme assise" von 1941 Samstag, 5. Juni, 15:30, Eintritt frei. Im Anschluss Kunstgespräch in der Pinakothek der Moderne Markuskirche, Gabelsbergerstraße 6
- Orgelkonzert mit Improvisationen Sonntag, 28. Februar, 18:00 Mit u.a. Antonio Vivaldi: Der Winter; Robert Schumann: Fuge über den Namen BACH sowie Werke von Sigfrid Karg-Elert Karl Hoyer, Henry Mulet und Improvisationen zu den Bildern "Kreuzweg" von Jacques Gassmann St. Stephanus, Filderstadt-Bernhausen / www.stephanus-filderstadt.de
Selection 2009 - "Ein feste Burg" - Jazzimprovisationen und Kompositionen für Orgel Samstag, 31. Oktober, 20:30. Eintritt frei Drei ganz unterschiedliche Jazzimprovisationen über den Choral "Ein feste Burg" werden von Jazzkompositionen eingerahmt, die zugleich einen Überblick über die Geschichte des Jazz von Fats Waller und Duke Ellington über Django Reinhardt bis zur Gegenwart geben. Lutherkirche Konstanz (Lutherplatz 1) / www.kultur-forum-lutherkirche.de
- 2. Sendlinger Orgelnacht - "Mendelssohn plus" - 2345 Pfeifen klingen! Lichtinstallation: Gerrit Jurda Freitag, 30. Oktober, 18:30-ca. 01:30. Eintritt frei. Mit Bewirtung In Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem Bezirksausschuss 6 München-Sendling. Mit den Organisten Klaus Geitner, Armin Becker, Tobias Skuban, Thomas Rothfuß u.a. Himmelfahrtskirche, Kidlerstraße
- Das "Münchner Orgelbuch" - 3. Benefizkonzert für die Orgel der Matthäuskirche Freitag, 11. September, 20:00. Eintritt frei - Spenden erbeten. Mit Bewirtung! Armin Becker, Michael Grill, Gerd Kötter und Hayko Siemens an der eminent-Sakralorgel (mit freundlicher Unterstützung des Musikhauses Hieber Lindberg). Das Konzert findet im großen Saal statt. Das "Münchner Orgelbuch": Musik des 19. und 20. Jahrhunderts aus evangelischen Kirchen Münchens. Werke von Herzog, Högner, Zöbeley, Schammberger, Kötter, Grill, Becker u.a. St. Matthäus (U-Bahn Sendlinger-Tor-Platz) / www.stmatthaeus.de
- Armin Becker: "Jazz- und Kinoorgel-Sounds" Freitag, 14. August, 20:00. Eintritt frei - Spenden erbeten. Mit Bewirtung! 2. Benefizkonzert für die Orgel der Matthäuskirche. Armin Becker spielt auf der eminent-Digitalorgel und virtuellen Hammond- und Wurlitzer-Pfeifenorgeln. Das Konzert findet im großen Saal statt. Im Zuge der Renovierung der Matthäuskirche ist die viermanualige Steinmeyer-Orgel von 1955 abgebaut und harrt ihrer Restaurierung und Erweiterung ... St. Matthäus, Nußbaumstraße 1, 80336 München, Großer Saal (U-Bahn Sendlinger-Tor-Platz)
- Donnerstags in St Paul - Orgelzauber im Juni. Konzert IV der Orgelreihe im Rahmen des Paulus-Jahres - mit Maggie Pemberton, Sprecherin Donnerstag, 25. Juni, 20:00. Karten: EUR 10 (erm. EUR 5); Abo EUR 20 (erm. EUR 10) Orgelwerke zu Paulus (Mendelssohn: Ouvertüre zum Oratorium "Paulus", Max Gulbins: "Paulus - Ein Charakterbild", Daniel Steibelt: "His Britannic Majesty´s Solemn Procession to the Cathedral of St. Paul´s", Palestrina: "Magnus sanctus Paulus" und Jazz-Improvisation). Erfrischungen in der Kirche ab 19.30 Uhr und nach dem Konzert St. Paul (U4/5 Theresienwiese) / www.erzbistum-muenchen.de/stpaul
RÜCKSCHAU - HIGHLIGHTS Info über weitere Konzerte in den Jahren 2010, 2009, 2008 sowie 2007 und davor erhältlich auf Anfrage! | |
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ENGLISH BIOGRAPHY Armin Becker (*1964) studied French literature, musicology and mathematics in Munich and Paris. Since the age of 14 he has worked as an organist. He has given organ recitals in Germany, Austria, France (Paris: Saint Germain l'Auxerrois, Saint Étienne du Mont etc.), England and Canada (Montreal: Christ Church Cathedral, Oratoire Saint-Joseph etc.). Aiming to extend the classical repertoire, he is also interested in unknown composers, forgotten pieces (Daniel Steibelt (1765-1823): "An Overture in Commemoration of His Britannic Majesty's Solemn Procession to the Cathedral of St. Paul's", Friedrich Joseph Kirmair (1770-1814): Variations on Mozart tunes, Gerard Bunk (1888-1958) etc.), transcriptions of orchestral works and improvisations. With innovative projects in the realms of jazz and tango he strives to revitalize the secular tradition of organ music: these programmes include new arrangements of jazz standards and tangos, transcriptions of original pipe organ recordings (by Fats Waller and others), cinema organ pieces, improvisations and compositions of his own (for example "Swing G.F.H.", published in 2009). Furthermore, he is particularly interested in the relationship between music and art: he provides music for previews of art exhibitions as well as for poetry readings, and has conceived improvisations referring to the works of Max Beckmann, Max Ernst, Andy Warhol, Damian Hirst and many others. A non-exhaustive list of recitals including works played can be found on www.organfocus.com.
VITA: Armin Becker (*1964) arbeitet seit seinem 14. Lebensjahr als Organist. Mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte er Romanistik, Musikwissenschaft und Mathematik in München und Paris. Sein breites Arbeitsspektrum als freier Organist in München reicht vom Continuo-Spiel über Solokonzerte bis hin zur musikalischen Begleitung von Vernissagen und zur Mitwirkung in Rundfunk- und Fernsehgottesdiensten. Im Bemühen um die Erweiterung des klassischen Repertoires und die Entwicklung außergewöhnlicher Konzertprojekte gilt sein besonderes Interesse Transkriptionen, Arrangements und der Improvisation, vor allem auch zu W erken der bildenden Kunst. Konzertreisen führten ihn nach England, Frankreich, Österreich und Kanada.
Im Bereich klassischer Orgelmusik reicht Armin Beckers Repertoire vom "Robertsbridge Codex" aus dem 14. Jh. bis hin zu neuesten zeitgenössischen Werken (Gubaidulina, Vasks). Dabei zeigt er allerdings eine gewisse Vorliebe für unbekanntere oder vergessene Komponisten, häufig aus der 1. Hälfte des 20. Jhs. (Karl Hoyer, Jaromír Weinberger). Ein ganz besonderes Augenmerk legt er auf eine sinnfällige Programmgestaltung (Die Orgelreise - Das Urlaubskonzert für Daheimgebliebene 2003 mit Bovets "Hamburger Totentanz", Viernes "Carillon de W estminster", Mohrs "Orient Express"), gerne unter Berücksichtigung von Jubiläen (BACH ohne Bach 2000 mit B-A-C-H-Kompositionen, dreiteilige Mozart-Orgelkonzertreihe 2006 von der "Kleinen Nachtmusik" bis zu Gárdonyis "Mozart Changes" - W iederentdeckung des Mozart-Zeitgenossen Friedrich Joseph Kirmair, Églises de Paris 2007 zum 100. Geburtstag von Yvonne Desportes zusammen mit Kirchenmusikdirektor Michael Grill, Gedenkkonzert für den Dortmunder Reinoldi-Organisten Gerard Bunk 2008).
Seit einigen Jahren beschäftigt sich Armin Becker besonders intensiv und mit großem Publikumserfolg mit Jazz, Tango und Filmmusik. Seine Programme umfassen Arrangements von Jazz-Standards und Tangoklassikern, Transkriptionen von Originalaufnahmen (etwa Fats Wallers Orgel-Einspielungen), Improvisationen und eigene Kompositionen. Er knüpft damit einerseits an weltliche Traditionen (Kino-, Theater- und Jazz-Orgel) an, berücksichtigt andererseits aber auch neuere jazzinspirierte Kompositionen, die in den letzten Jahrzehnten im kirchenmusikalischen Bereich entstanden sind. Aus dieser Beschäftigung sind zahlreiche Solokonzerte entstanden (Organ goes Jazz, Tango organito, Jazz und Tango in der Langen Nacht der Musik 2004 in München, Promenades à Paris - jazz, tango, chanson, classique 2005 und 2006 in Paris, An Organ Voyage to Paris 2005 in Montréal, Jazzlights - Mehr Licht: von "Moonglow" bis "Midnight Sun", Django Reinhardt - Orgelkonzert zum 100. Geburtstag).
Seit 1999 arbeitet Becker mit der Münchner Jazz-Sängerin Christiane von Kutzschenbach zusammen (Duke-Ellington-Konzert 1999, Tango Elíseo mit einem Bogen vom Tango bis zum Latin Jazz, Tango e/moción mit Bühnentanz, Fats Waller's Birthday Concert 2004, Tango-Filmmusik-Jazz unter anderem mit James-Bond-Melodien im Rahmen der Gostenhofer Jazztage 2005 in Nürnberg, Jazz pour chant et orgue in Paris 2005, 2006 und 2009, Sommerlicher Jazz 2010). In der bei den Gostenhofer Jazztagen 2003 aus der Taufe gehobenen Reihe 3 Organs 'n' Jazz tritt er zusammen mit den Nürnberger Jazz-Organisten Christian Martin Gabriel und Alexander Vichnevetsky auf.
Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Improvisationen zu Werken der bildenden Kunst. In Zusammenarbeit mit der Münchner Pinakothek der Moderne sind Improvisationen zu Werken von Beckmann, Kirchner, Nolde, Warhol und vielen anderen entstanden. Mehrfach hat Armin Becker an der Roma Soundtrack Competition teilgenommen. Im 2009 erschienenen "Münchner Orgelbuch - Musik des 19. und 20. Jahrhunderts aus evangelischen Kirchen Münchens" (Musikverlag Thomi-Berg Nr. 969) ist Armin Becker mit "Swing G.F.H." vertreten, einer im Rahmen des Wettbewerbs "Handel Inspired" entstandenen Komposition über Themen Georg Friedrich Händels.
Article: The Organ Club Journal - 2006 "Notes from Munich (1)" by Maggie Pemberton and John Mansfield (c) - for Notes from Munich (2) please see the page "Maggie Pemberton" "MORNING OWLS" No, I can't resist the pun and yes, there are some real hoots here, too! With a CD like this programmed to wake you at 7 a.m. you'll slip effortlessly into the day, saunter nonchalantly into work and smile knowingly at those who were propelled out of their dreams by a manic bell or that brainless bullying beeping. (The implications are surely worth considering.)
This is the low-down: 42-year-old Armin Becker, already one of Munich's most popular recitalists and classical organ players, is making an international name for himself with jazz, tangos, Latin and blues on the organ. And we're not talking about Wurlitzers or Comptons. There are 4 different Steinmeyer organs (from the 1930s and 1950s) featuring on this CD as well as 4 tracker-action instruments, two of which were built in the 1990s. All are in churches. Three are in Munich.
So how does he do it? "How will he do it?" I asked myself, as I led the touring group of the North Hampshire Organists' Association to Armin Becker's jazz recital in August 2005, wondering if I had made the right choice for their evening's entertainment.
We had arranged to meet him before the recital and there he was in the church, charmingly modest, easy-going yet courteous - putting me for a moment in mind of Phil Kelsall in the 1970s - ready to treat us to a private mini-demo and close look at the historic consoles of the two organs; a Steinmeyer (1936) and an Ott (1967). Both are in the gallery that goes round three sides of the church.
Let me mention that this took place in Munich's St. Markus church. Karl Richter's church. I had never expected to hear jazz on those instruments! I love them and have heard them on many occasions. Bach's larger works in particular can come across with a monumentality which is almost literally stunning and which sends excitement down my spine. Was taking guests to hear a jazz recital there labelled "An Organ Journey to Paris" simply sticking my neck out? Mais - je ne regrette
I've become an addict!
But before you begin to think that I am just recommending a local colleague, let me pass you over to the President of the North Hampshire Organists' Association, John Mansfield, who has recently prepared a review of Armin Becker's CD.
John writes: "There is a strong affinity between jazz and organ playing: organ playing was originally (and still is to some extent) based on improvisation, like jazz. But there is a world of difference between formless meandering over the organ keys while waiting for the service to begin and keen, rhythmical jazz. Keen, rhythmical jazz is what Armin Becker promises us on his CD simply called Jazzimprovisationen, eleven tracks of undiluted jazz played on nine different organs in the south of Germany, and all but two recorded live.
One of the organs is built by Hermann Eule, whose surname means "owl" in English. So owls make their appearance here: the first track is called Morning Owls to correspond with a piece originally played on an Eule organ by Barbara Dennerlein which she called Night Owls. The other owl is a Latin one - "Strix". Blues Strigis (track 3) uses an unusual stop: when it is drawn a wooden owl comes around from behind the organ case and hoots at you. It is to be heard at the beginning and the end of the track. The track is based on "The Teddy Bears' Picnic", "Baby Elephant Walk" and "The Bare Necessities".
Track 2, Warnemünder Groschenblues, contains a delicate version of Beethoven's "Rage over a lost penny" ("Die Wut über den verlorenen Groschen", of course), and Souvenirs de Paris (track 8) is based on French chansons. The Zugspitz-Express runs on track 4, powered by the "Orient Express", "Chattanooga Choo Choo", "Take the 'A' Train" and part of Richard Strauss' Alpine Symphony.
There are some unorthodox effects: in the first of two pieces simply called Jazz Voices (tracks 5 and 6) Armin experiments by drawing the stop knobs out slowly and pushing them in equally slowly to produce a ghostly blues sound (don't try this at home, kids); and in the second track with the same name he uses a Basszink stop (5 1/3') in the pedal in the opening section.
St. George's Serenade, track 10, played in the magnificent church of St. George, Nördlingen, quotes "Sweet Georgia Brown" (what else?). The final track is the shortest one, Guten Abend, gut Nacht, hinting at Brahms' Lullaby.
If you are keen on jazz, or improvisation, buy the disc. You will not regret it." Thank you, John.
Needless to say, I too am impressed by the CD, not only by the sheer virtuosity of Armin Becker's technique and his secure grasp of genuine jazz harmonies and rhythms, but also by his ear-catching registration and bluesy poetic moments. This guy knows what he's doing in every way - indeed, several of the pieces come across as well-thought-out compositions.
I just love the audaciously swaggering Jazztango (track 7, alas a mere 2:45 mins), the hauntingly nostalgic passages in Souvenirs de Paris (14:39 mins), and the jaunty "stepping out" mood pervading track 9, a free composition entitled Matin après une belle surprise. And I challenge anyone to resist the disarming owl hoots and the prowling, growling pedal reed teddy bear stomping past on his way to join the picnic. Laugh, cry, dance and dream: for a total of 78:41 minutes!
So - how does he do it? This is the end of my text. It's up to you now to find out for yourselves
The CD comes in a slim case with a simple red leaflet in its cover noting the title of each track, the date of recording (between 2000 and 2005), the church, the town and the track length (6 minutes on average). Fortunately there are scarcely any extraneous sounds on those tracks which were recorded live during recitals.
Armin Becker is producing his CDs privately at the moment, but the details one would expect to get in a full-scale booklet - descriptions of the instruments, a brief biography etc. - can be obtained from him upon request. He also speaks fluent English and French. Price: EURO 10 (+ p&p)
"GELUNGENE VERBINDUNG"- Recital review (May 2006) by Maggie Pemberton (c) Im Stockwerk, der zukunftsweisenden "Büro-WG" in der Industriestraße, hat sich Christian Stock eine Orgel bauen lassen. So kommt zu den regelmäßig zweimal im Jahr stattfindenden Vernissagen nun auch das Live-Erlebnis von echten Orgelpfeifen hinzu, gespielt von echten Orgel-Virtuosen. Am Freitag, den 5. Mai, lud Kunst im Stockwerk erneut zur Vernissage ein: Die Künstler Heinz Haberkorn (Malerei), Andreas Kuhnlein (Bildhauerei) und Alexander Nüßlein (Grafik) standen auf der Einladungskarte. Und der Organist Armin Becker erschien, um das alles akustisch zu verbinden und die Besucher mit seinen persönlichen Eindrücken der ausgestellten Werke - in Musik übersetzt - in Staunen zu versetzen.
Den ersten Teil seines Programms widmete Armin Becker direkt den drei Aspekten der Ausstellung. Wir hörten paarweise jeweils Musik von einem Komponisten des 20. Jahrhunderts, gefolgt von einer Improvisation.
Haberkorns kräftige Farbflächen und Kontraste wurden hörbar in der pulsierenden "Toccata" von Muschel und einer Improvisation in Dur-Tonalitäten unter Verwendung der aufregenden Mixturregister der neuen Orgel.
Für Nüßleins leisere Grafiken wählte Armin Becker zunächst ein Stück aus Reuchsels "Promenades en Provence", das die Solostimmen der Orgel gut zur Geltung brachte, und schloß eine Improvisation mit der querflötenartigen oktavierten Flute Harmonique an.
"Allegro barbaro" ist die Tempobezeichnung für Willschers "Toccata alla Rumba"; danach überwogen all die Trompeten und Posaunen in voller Lautstärke und in noch nie zuvor gehörten Harmonien, so daß die Stimmung beinahe apokalyptisch wurde. Dies passend zu Kuhnleins Motorsäge, zum Thema der "Brutalität des Menschen der Natur und dem Mitmenschen gegenüber" (Kuhnlein), und zu den zerklüfteten Oberflächen seiner Holzskulpturen, die "Zerbrechlichkeit und Verletzbarkeit" ausdrücken.
Armin Becker spielte um 22.00 sein zweites Programm: Zunächst "The James Bond Theme" von Norman, Mohrs "Orient Express" und "Swing Five" von Michel. Dann Beckers eigene Komposition "Mozarts Take Bes", die das "Rondo alla Turca" im Fünf-Achtel-Takt leicht auf die Schippe nahm. Nach "Waiting for K.", ebenfalls von Becker, schloß er mit einer freien Improvisation. Als Zugabe spielte er eine Bearbeitung des Wiegenlieds "Guten Abend, gut' Nacht" von Brahms.
Stocks Gröbenzeller Wunderwerk stellt also nun eine multidimensionale Kunsterfahrung dar. Drinks inklusive. Eine Einladung also, für ein paar Stunden bewußt in der Gegenwart zu verweilen. Von der "zentralen Wahrheit menschlicher Existenz" ist die Rede in Kuhnleins Kurzvita: von der Vergänglichkeit. Doch wie vergänglich ist Kunst wirklich? Noch stehen die Holzskulpturen im Raum, noch leuchten die Bilder. Allein die gehörte Musik kann man nicht an die Wand hängen oder im Raum greifbar machen, und wenn sie uns noch so unmittelbar aufrüttelt.
Begreifbar oder unbegreiflich oder beides - Kunst im Stockwerk wird ab jetzt echt von sich "hören" lassen. (Maggie Pemberton © Mai 2006) |